Bericht zum aktuellen Mannschaftskampf

Es gibt Tage, da läuft es einfach. Für den TSV Plaue war heute so ein Tag. Bisher war die Saison ein auf und ab, und auch heute sah es zuerst nicht ganz so klar aus für die plaueschen Schachspieler. In Erfurt zu Gast musste Plaue ausfallbedingt wieder einmal einen Ersatzspieler (Musa) einsetzen, da Ralf krank und Andreas im Urlaub war, jedoch konnte Lukas dafür wieder einmal mitspielen. So hatte Plaue trotzdem eine gute Mannschaft am Start und konnte am Ende seine Qualitäten auspielen.

Die erste Entscheidung fiel relativ zügig an Brett 4 bei Matthias. Nach der Eröffnung ging es in ein offenes Mittelspiel, in dem Matthias einen Mehrbauern erspielen und seinen Turm gut auf der vorletzten Reihe platzieren konnte. Dafür hatte er noch nicht rochiert und sein Gegner hatte durchaus Möglichkeiten zum Gegenspiel. Wahrscheinlich musste Matthias normalerweise seinen Bauern wieder geben und es wäre ein spannendes Endspiel geworden, jedoch übersah der Erfurter einen Bauernvorstoß mit einigen Drohungen. Der Erfurter wickelte nicht gut ab und plötzlich lag eine böse Kombination mit Mattdrohung für Matthias auf dem Brett. Sein Gegner gab dann in verlorener Stellung auf.
Als nächstes konnte Sven durchaus glücklich gewinnen. In der Eröffnung verlor er noch eine Leichtfigur, sein Kontrahent spielte jedoch das Endspiel sehr ungenau und Sven hatte nach einigen Zügen einen Freibauern gegen Läufer auf dem Brett. Sven spielte auf Remis, wollte die restlichen Bauern tauschen, der Erfurter Schachfreund übersah jedoch, dass Sven geschickt einen Bauern durchstoßen konnte und so am Ende noch auf Durchzug stand. Svens Gegner konnte dann nur noch aufgeben, da er den Bauern nicht mehr aufhalten konnte.
Daniel einigte sich daraufhin in einer offenen Stellung auf Remis, obwohl hier noch einiges an Material auf dem Brett stand. Daniel hatte zwar eine halboffene Linie, die er auch besetzte, sein Gegner hatte aber auch noch alle Möglichkeiten zum Gegenspiel auf dem Brett. Das Unentschieden kam aber der Mannschaft entgegen.
Kurz danach siegten Ronny und Lukas. Ronny ging in ein Endspiel mit gleichfarbigen Läufern, was er deutlich besser behandelte als sein Gegner. Der König vom Erfurter Spieler stand gravierend schlechter, was Ronny einen Bauerndurchstoß ermöglichte, was ihm schlussendlich den Sieg einbrachte. Bei Lukas war es ebenfalls ein Freibauer, welcher die Stellung zu seinen Gunsten kippen ließ. Seine Kontrahentin hatte im Mittelspiel einen rückständigen Bauern, welchen Lukas konsequent mit seinen Türmen bespielte. Schließlich fiel dieser und der Weg war frei für Lukas Bauern. Die Erfurterin konnte am Ende nur noch aufgeben.
Leider war bei Ersatzspieler Musa die Stellung nach einiger Zeit verloren, da er gegen einen deutlich DWZ-stärkeren Gegner im Mittelspiel eine Leichtfigur verlor. Musa kämpfte zwar noch tapfer, konnte zum Ende hin jedoch den Rückstand nicht mehr kompensieren. Er gab schließlich auf.

So war es dann ein wohlverdientes 4,5:1,5 für den TSV Plaue. Ein bisschen Glück war vielleicht dabei, aber alles in allem hat Plaue einfach stark aufgespielt und gezeigt, dass diese Mannschaft viele spielerische Qualitäten hat. Vielleicht ist der Staffelsieg sogar noch drin in dieser Saison.

Matthias Hartung

Bericht zum aktuellen Spieltag

Diesen Sonntag waren die Schachfreunde aus Gehren zu Gast in Plaue. Für die Plaueschen war es das erste Mal, dass Neuzugang Ralf für die Mannschaft mit spielte und man erhoffte sich mit dieser Verstärkung ein gutes Ergebnis. Am Ende wurde es aber ein kurioser Spieltag, in dem für beide Mannschaften alles drin war.

Man kann auch sagen, dass es der Tag der Unentschieden war. Bereits nach relativer kurzer Zeit spielte Andreas an Brett 5 Remis, da beide Kontrahenten keine wirkliche Idee aus der Eröffnung in das Mittelspiel bringen konnten. Kurz danach einigte man sich auch an Brett 2 auf Unentschieden, wobei dies jedoch sehr überraschend kam. Svens Gegner war offenbar sehr unzufrieden mit der Partie (obwohl noch lange nichts entschieden war) und bot Sven plötzlich Remis an. Sven, dessen Gegner über 1900 DWZ hatte, nahm das Angebot gerne an. Als nächstes folgte Ronny mit einer unentschiedenen Partie, da auch hier, an Brett 3, keiner der beiden Spieler irgendwas riskieren wollte. Nun wurde es aber an den anderen Brettern wild. An Brett 4 hatte Matthias zunächst einen Blackout: ohne Not riss er seinen Königsflügel auf, entblößte seinen König und lud somit seinen Gegner zum Angriff ein. Der stand kurz darauf schon auf Gewinn. Dame, Springer und Turm drangen tief in die Stellung ein, drohten Matt und Matthias verlor zwei Bauern. Plötzlich tauschte sein Gegner jedoch die Damen, und anschließend übersah er auch noch eine Springergabel. Mit Leichtfigur gegen Bauernmehrheit konnte Matthias das Spiel drehen und am Ende wurde es doch noch Remis. Glück gehabt!
Ebenso glücklich verlief die Partie für Daniel. Sein Kontrahent konnte an Daniels rochiertem König einen Bauern gewinnen und die Stellung sah plötzlich sehr gedrückt aus. Allerdings verlor der Gehrener danach vollkommen den Faden, wahrscheinlich, weil die Partie dann doch nicht so einfach gewonnen war, wie es erst den Anschein machte. Jedenfalls stellte er plötzlich 2 Figuren in Folge ein!!! So was erlebt man so gut wie, auch nicht in unserer Spielklasse. Aber man muss auch mal Glück haben, und so ging Plaue in Führung und nur noch Ralf spielte an Brett 6. Dort sah es auch sehr gut aus, da Ralf im Mittelspiel einen Bauern gewinnen konnte. Man ging dann jedoch in ein Endspiel mit Läufer gegen Springer über, was Ralfs Gegner aber so gut verteidigte, dass er einfach keinen Durchbruch fand. Da Ralf mit der Mannschaftsführung im Nacken nichts mehr riskieren musste, bot er schließlich Remis an, was der Sportsfreund aus Gehren in der ziemlich toten Stellung auch annahm.

So wurde es ein etwas glücklicher Sieg für Plaue, mit einem Sieg an Brett 1 und Remis an allen anderen Brettern. Aber es war auch ein gelungener Einstand für unser neues Vereinsmitglied Ralf und so kann Plaue mit einem guten Gefühl in die nächsten Spiele gehen.

Matthias Hartung

Bericht zum aktuellen Spieltag

Der Trend sprach am vergangenen Sonntag auf jeden Fall für den TSV Plaue. Der erste Mannschaftskampf ging verloren, der Zweite war wieder ein schöner Sieg für die Plaueschen. Am dritten Spieltag hatte man mit Ausfällen zu kämpfen und verlor wieder, also müsste nach den Regeln der Mathematik dieses Mal wieder ein Sieg drin sein, vor allem, da man wieder in der Stammbesetzung spielte.

Gegen eine stark aufspielende Jugendmannschaft aus Erfurt fielen die ersten Entscheidungen an Brett 3 und 4 bei Ronny und Matthias. Ronny brachte seine Figuren schön in Stellung und baute einiges an Druck auf, jedoch parierte sein Gegenüber alle Drohungen. Matthias kam nicht wirklich in eine aktive Position, sein Gegner spielte sehr passiv und tauschte viel ab. An beiden Brettern einigte man sich schließlich auf Remis, mit Blick auf die anderen Partien, in denen Plaue bereits besser stand. Und hier zeigte die Mannschaft dann seine ganze Stärke. Lukas an Brett 5 wickelte das Mittelspiel gekonnt ab, indem er einen Schwachbauern des Gegners fokussierte und immer weiter den Druck erhöhte. Sein Gegner konnte nur verteidigen, kam selber nicht ins Spiel und schließlich gelang Lukas der Durchbruch und kam in Folge in eine gewonnene Stellung, die ihm dann auch einen Punkt einbrachte. Daniel am Spitzenbrett konnte bereits in der Eröffnung eine Leichtfigur gewinnen. Der Erfurter Schachfreund versuchte dann auf Kamikaze zu spielen und opferte eine Qualität, um Daniels Königsflügel aufzureißen. Daniel konnte jedoch alle Angriffe abwehren und in deutlich besserer Stellung ließ sein Gegenüber schließlich die Zeit ablaufen. Danach konnte Andreas den nächsten Sieg für Plaue einfahren. Nach einem sehenswerten Springeropfer drangen alle Schwerfiguren in die Erfurter Stellung ein, hinzu kam ein Freibauer auf der vorletzten Reihe. Nachdem Andreas nach und nach den gegnerischen König einkreiste, setzte er schließlich mit Dame und Turm Matt. Die Partie von Sven am zweiten Brett diente nun nur noch der Ergebniskosmetik, aber Sven ließ sich nicht beirren: Nach gegensätzlichen Rochaden (und einer besseren Position aus der Eröffnung heraus) warf Sven am Königsflügel seine Bauern vor und gewann zwei Mehrbauern. Nach einigen Abtauschen konnte Sven dann noch die Mehrbauern in ein Endspiel mit zwei Freibauern und Turm umwandeln, welches er souverän durchzog und ebenso einen Punktgewinn für Plaue verbuchen konnte.

So stand am Ende ein Kantersieg von 5:1 ohne Punktverlust für den TSV Plaue auf dem Papier! Mit diesem Spieltag hat Plaue gezeigt, was in der Mannschaft steckt, vor allem, wenn man in voller Stärke aufspielen kann. Eine durch und durch gelungene Mannschaftsleistung gibt so viel Energie für das kommende Jahr!

Bericht zum aktuellen Spieltag

Die dritte Runde in der Bezirksklasse stand für die Schachspieler aus Plaue dummerweise bereits vor dem ersten Zug unter keinem guten Stern. Zu Gast in Erfurt, mussten zwei Ausfälle kompensiert werden: Daniel am ersten Brett und Lukas an Brett 5 konnten leider nicht mitspielen. Man entschied sich dafür, Musa am fünften Brett einzusetzen und das erste Brett frei zu lassen. So ging man bereits mit einem Punkt im Rückstand in diesen Punktspieltag.

Aus diesem Minuspunkt wurden leider nach relativ kurzer Zeit zwei, nachdem Ersatzspieler Musa in seiner Partie sehenswert Matt gesetzt wurde. Im Mittelspiel übersah er eine Gabel und verlor eine Leichtfigur, im folgenden Angriff seines Gegners wurde dann auch noch Musas König ins Zentrum getrieben, wo er nach einigen Schachs schließlich kein Fluchtfeld mehr hatte.
An Brett drei spielte Ronny währenddessen eine heikle Partie, in der er seine Deckung am Königsflügel aufreißen musste, dafür aber mit seinen Schwerfiguren über eine offene Linie tief in die gegnerischen Reihen eindringen konnte. Die Schachfreundin aus Erfurt konnte ihrerseits jedoch die missliche Lage an Ronnys Königsflügel nicht ausnutzen und tauschte zu viel Material ab. Schließlich kam Ronny in ein aktiveres Endspiel mit zwei Türmen, dann mit einem Turm und zum Schluss auch in eine klar gewonnene Stellung. So verkürzte Plaue auf 1:2.
Die nächste Entscheidung fiel bei Matthias an Brett 4: Aus dem Englund-Gambit heraus spielte Matthias sehr aggressiv und ließ sein Gegenüber nur reagieren. Der Erfurter hatte zwischendurch zwar zwei Bauern mehr, stand dafür aber mehr und mehr passiv und konnte keine Gegenspiel entwickeln. Zum Schluss brach er unter dem Druck ein und übersah einen Läuferabzug nebst Damengewinn, wodurch Matthias den nächsten Punkt für Plaue holen konnte. 2 zu 2!
Sven an Brett zwei konnte die Aufholjagd leider nicht fortsetzen. Bei gegensätzlichen Rochaden auf dem Brett kam er leider nicht dazu, seine Bauern vorzuwerfen, die Bauern vom Gegner drückten jedoch nach und nach auf Svens Königsflügel. Die Stellung wurde aufgerissen und nachdem die generische Dame mit Figurengewinn gefährlich nahe an den König einbrach, musste Sven aufgeben.
So lag es zum Schluss an Andreas, wenigstens noch das Unentschieden für die Mannschaft herauszuspielen. Lange Zeit war es auch eine spannende Partie, ebenfalls mit gegensätzlichen Rochaden und beide Spieler spielten sehr aggressiv. Leider übersah Andreas nach einem Bauerndurchbruch den folgenden Einfall der Dame in die Stellung und schließlich wurde er Matt gesetzt.

So belief sich der Endstand nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich auf 4:2 für die Schachfreunde aus Erfurt. Sicherlich wäre in Top-Besetzung einiges mehr drin gewesen und man kann nur hoffen, dass Plaue zum nächsten Spieltag wieder in der Stammformation antreten wird.

Matthias Hartung

Bericht zum aktuellen Mannschafts-Spieltag

‚Wiedergutmachung‘ hieß am vergangenen Sonntag das Credo für die Schachspieler aus Plaue, nachdem man am letzten Spieltag doch eher unglücklich verloren hatte. Man wollte nun beweisen, dass man deutlich besser aufspielen konnte, als man es hintenraus gegen die Ilmenauer gezeigt hatte und so waren die Ambitionen gegen die Sportfreunde aus Geschwenda groß, diesmal einen Sieg einzufahren.

Die erste Entscheidung des Tages viel bei Sven an Brett 2. Nachdem man einige Züge aufs Brett gebracht hatte und sich ein eher zähes Mittelspiel anbahnte, einigte man sich überraschend schnell auf ein Remis.
Kurz danach kam es zu einer kuriosen Situation bei Ronny an Brett 3: Auch hier war noch nicht viel passiert und man ging gerade in ein ausgeglichenes Mittelspiel über. Sein Kontrahent zog jedoch seine Dame auf ein Feld, auf der diese, nachdem Ronnys Läufer sie angriff, keine Fluchtmöglichkeit mehr hatte. Nach diesem plötzlichen Damenverlust reichte er Ronny sofort die Hand. Etwas glücklich für Ronny, aber vielleicht der Lohn nach seiner unglücklichen Niederlage vor einem Monat.
Matthias spielte am vierten Brett eine kuriose Partie. Sein Gegner konnte möglicherweise nicht viel mit der Eröffnung von Matthias (Sf3 nebst c4) anfangen, jedenfalls überlegte er extrem lange, was ihm nach knapp 10 Zügen bereits einen Zeitverlust von circa einer Stunde einbrachte! Hinzu kam, dass er auch noch sehr passiv spielte, was Matthias dazu brachte, alle Zentrumsbauern vorzuwerfen und rapide auf Angriff zu spielen. Sein Gegner kam in eine maximal gedrückte Stellung, bis er schließlich unter dem Druck einen Fehler machte: Matthias gewann einen Bauern plus eine Qualität, hinzu kam ebenso die deutlich bessere Stellung. Der Sportfreund aus Geschwenda gab schließlich auf.
Am letzten Brett konnte Andreas kurz danach ein Remis einfahren. Aus der englischen Eröffnung heraus entwickelte sich eine aggressiv geführte Partie, in welcher beide Spieler mit offenem Visier kämpften, jedoch keiner einen nennenswerten Vorteil erringen konnte. So einigte man sich auf Unentschieden.
An Brett 5 fällte Lukas dann schließlich die Entscheidung: Er konnte seine taktisch geprägte Partie gekonnt in ein vorteilhaftes Turm-Endspiel umwandeln. Sein Kontrahent versuchte noch, mitzuhalten, als Lukas aber mit seinem deutlich aktiveren Turm hinter die gegnerischen Bauern zog und drohte, einen nach dem anderen abzupflücken, gab er schließlich auf.
Die Partie von Daniel am Spitzenbrett war nun nur noch kosmetischer Natur, die Entscheidung für die Mannschaft war bereits gefallen. Daniel stand leider sehr passiv, nachdem er in der französischen Verteidigung einmal fehl zog und einen Tempoverlust verbuchen musste. Diesen nutzte der Spieler aus Geschwenda gekonnt aus und ließ keine Luft mehr in die Stellung. Nach und nach rückten seine Figuren immer weiter vor und als der gewinnende Einschlag in der Luft lag, gab Daniel schließlich auf.

Trotzdem war der Spieltag für Plaue mit dem Endstand von 4:2 sehr erfreulich verlaufen, vor allem, da man diesen Sieg alles in allem souverän nach Hause fuhr. Die Wiedergutmachung war geglückt und für die weitere Saison kann man nun positiv nach vorne blicken.

Matthias Hartung

Auftakt in die Saison 2025/2026

Für die plaueschen Schachspieler stand das erste Spiel der neuen Punktspielsaison an und man war gespannt, wie gut man nach der langen Sommerpause wieder an den Brettern performen würde. Zu Gast bei den Ilmenauern begann der Tag für Plaue zwar gut, leider musste man am Ende dann aber doch eine bittere (und wahrscheinlich auch unnötige) Niederlage kassieren.

Am letzten Brett gab Andreas als erstes einen Punkt ab, nachdem er mit einer Qualität in den Rückstand geraten war. Leider tauschte er so gut wie alles an Material ab, was ihn dann natürlich im Endspiel in eine hoffnungslose Situation brachte. Mit Läufer gegen Turm gab Andreas schließlich auf.
An Brett 4 und 5 konnten jedoch Matthias und Lukas Plaue wieder in Führung bringen. Matthias kam in ein ausgeglichenes Endspiel, welches augenscheinlich tot Remis war. Sein Gegner, nachdem er im Mittelspiel alles richtig gemacht hatte, verlor jedoch plötzlich vollkommen den Faden. Die Dame von Matthias drang tief in die Stellung ein und nachdem auch der Turm am Angriff teilnahm, patzte sein Kontrahent und ließ einen Läufer stehen. Als dann schließlich das Matt auf dem Brett lag, gab der Ilmenauer auf.
Lukas öffnete seine Stellung für seine beiden Türme und die Dame. Sein Gegner versuchte mit seinen Schwerfiguren, ein Gegenspiel zu entwickeln, vernachlässigte aber dafür zu sehr die Deckung seines Königs. Lukas nutzte dies gekonnt aus und setzte sehenswert mit Dame und Turm Matt.
Mit dem Stand von 2:1 für Plaue sah es inzwischen auch an den restlichen Brettern gar nicht mal so schlecht aus: Daniel und Ronny lagen jeweils mit einer Qualität in Führung und Sven stand gefühlt auf tot Remis. Doch dann begann das Blatt sich zu wenden.
Daniel, an Brett 1, konnte den Qualitätsvorteil leider nicht in eine gewinnbringende Stellung ausbauen. Im Endspiel Turm gegen Springer machte sein Gegner geschickt alle Linien zu und brachte seinerseits wiederum den Springer gefährlich in’s Spiel. Man einigte sich schlussendlich auf Remis.
Ronny, am dritten Brett, tauschte nach einiger Zeit seinen Vorteil der Qualität gegen eine Stellung ein, in der er zwei Türme und Freibauer gegen Turm und zwei Leichtfiguren hatte. Sein Gegner spielte mit der Zeit jedoch mehr und mehr auf, brachte Ronny immer weiter in Bedrängnis und schaffte es schließlich, selber einen Bauern durchzubringen. Ronny musste aufgeben.
So lagen die plaueschen Hoffnungen beim Zwischenstand von 2,5 zu 2,5 bei Sven, welcher am zweiten Brett verbissen kämpfte. Der Schachfreund aus Ilmenau drückte jedoch in einer unglaublich zähen Stellung seine Bauern immer weiter nach vorne und Sven konnte leider kein Gegenspiel aufbauen. Irgendwann musste er nur noch parieren. Als beide Spieler nur noch 15 Minuten auf der Uhr hatten, gelang dem Ilmenauer jedoch der Durchbruch und ein Freibauer ließ sich nicht mehr aufhalten. So musste auch Sven aufgeben.

Am Ende des Tages wurde aus einer Führung schließlich doch eine knappe Niederlage für die Delegation aus Plaue. Für den nächsten Spieltag heißt es nun, Kopf hoch und die Chancen besser verwerten, dann sollte ein Sieg eigentlich drin sein.

Matthias Hartung

Bericht zum 32. Pfingstschnellschachturnier in Plaue

Wie jedes Jahr wurde in Plaue auch dieses Mal das Pfingstwochenende genutzt, um sich zum Schachspielen zu treffen. So war es am Pfingstsamstag bereits die 32. Auflage des beliebten Turniers, zu welchem sich wieder Schachfreunde aus der ganzen Region zusammenfanden. Mit 33 Teilnehmern war der Spielsaal zwar nicht ganz so sehr gefüllt wie zur letzten Auflage, für die Atmosphäre sollte dies sich aber als Glücksgriff herausstellen, da die Teilnehmer so mehr Platz für sich am Brett und zum Zuschauen der anderen Partien hatten. Da das Wetter dieses Mal auch perfekt mitspielte, war zusätzlich der Bratwurstgrill vor dem Spiellokal wieder der Anlaufpunkt Nummer Eins zwischen den Partien, um sich abseits des Schachlichen ganz ungezwungen privat zu unterhalten. Man kann also wieder einmal behaupten, dass das Turnier ein voller Erfolg war.

Am Brett ging es dieses Jahr besonders spannend zu. Ein wirklicher Favorit konnte sich lange Zeit nicht herauskristallisieren und so hatten vor der letzten Runde drei Spieler 6 Punkte, gefolgt von weiteren dreien mit 5,5 Punkten. Durchsetzen konnte sich dann Marco Siebarth von der SG Blau-Weiß Stadtilm! Er war zum Schluss auch der einzige, welcher die 7-Punkte-Marke knacken konnte. Bei den Verfolgern hatten am Ende 7 (!) Spieler 6 Punkte, so dass die Feinwertung entscheiden musste: Platz 2 ging schließlich an Andre Strauß vom TSV 1886 Geschwenda, den dritten Platz konnte sich Christian Böhm von der SG 1871 Löberitz sichern.
In der Mannschaftswertung war dagegen schon bei Zeiten klar, wer erster werden würde: Die SG Arnstadt-Stadtilm trat sehr souverän als Mannschaft auf und wurde verdient Erster. Dahinter war es aber auch spannend bis zum Schluss. Zweiter wurde der TSV 1886 Geschwenda, hauchdünn mit einem Punkt Vorsprung vor den Gastgebern des TSV Plaue, welche sich mit der letzten Runde noch auf den dritten Platz vorschieben konnten!

Wir möchten uns bei allen Teilnehmern für das reibungslose Turnier bedanken! Weiterhin geht unser Dank an alle Helfer, ohne die die Ausrichtung des Turniers nie möglich wäre! Und schließlich darf natürlich auch das Dankeschön an alle Sponsoren nicht fehlen. Die diesjährige Sponsorenliste gibt es hier: Sponsorenliste

Die Erstplatzierten: Marco Siebarth (mitte), Andre Strauß (rechts) und Christian Böhm.
Die beste Mannschaft: SG Arnstadt-Stadtilm.
Plaue wurde dritter in der Mannschaftswertung.

Endstand Schnellschachturnier 2025

Rangliste: Stand nach der 9. Runde
Rang Teilnehmer Titel TWZ At Verein/Ort Land S R V Punkte Buchh SoBerg
1. Siebarth, Marco   2051   SG Blau-Weiß Stadtilm   5 4 0 7.0 48.5 36.75
2. Strauß, Andre   1689   TSV 1886 Geschwenda   4 4 1 6.0 51.0 33.25
3. Böhm, Christian   2138   SG 1871 Löberitz   3 6 0 6.0 50.0 32.25
4. Buring, Matthias   2088   SG Arnstadt-Stadtilm   4 4 1 6.0 50.0 32.00
5. Sauer, Marko   2101   SG Arnstadt-Stadtilm   4 4 1 6.0 48.0 29.25
6. Kaiser, Markus U18 1854   SG Arnstadt-Stadtilm   5 2 2 6.0 46.0 29.25
7. Baum, Bernd FM 2246   SK Marburg 1931   6 0 3 6.0 44.5 28.50
8. Hellrung, Bernhar   1923   Schachclub Rochade Leinefelde   6 0 3 6.0 42.5 26.50
9. Werthmann, Nils   2032   PSV Potsdam   5 1 3 5.5 48.0 26.00
10. Mehlhorn, Uwe   1968   SG Blau-Weiß Stadtilm   3 5 1 5.5 47.5 27.25
11. Bussemer, Karsten   1928   TSV Plaue   5 1 3 5.5 41.5 23.50
12. Hartleb,Christoph   2094   SG 1951 Sonneberg   3 4 2 5.0 48.0 24.75
13. Lehmann, Ronald   1482   SV Mannheim 1943   5 0 4 5.0 43.5 20.00
14. Feuerpfeil, Tyler U18 1619   SG Arnstadt-Stadtilm   4 2 3 5.0 36.5 18.00
15. Klingler, Lutz   1874   SV Schmalkalden   4 1 4 4.5 45.5 20.00
16. Kitzig, Tobias   1861   SV 1861 Liebschwitz   4 1 4 4.5 45.0 18.75
17. Rierl, Klaus   1827   SG 1951 Sonneberg   4 1 4 4.5 40.5 17.75
18. Aßmann, Michael   1726   TSV 1886 Geschwenda   3 3 3 4.5 36.5 12.75
19. Hartung, Matthias   1552   TSV Plaue   3 3 3 4.5 36.0 16.00
20. Catterfeld, Hans-   1435   TSV 1886 Geschwenda   4 1 4 4.5 30.5 12.25
21. Geisensetter, Fra   1925   SG 1951 Sonneberg   3 2 4 4.0 46.5 20.50
22. Wahlicht, Mike   1918   SV Empor Erfurt   3 2 4 4.0 43.0 17.25
23. Tietze, Daniel   1742   TSV Plaue   2 4 3 4.0 42.0 16.25
24. Handschuh, Franz   1788   SV Stützerbach   4 0 5 4.0 39.5 11.00
25. Jacob, Karl-Heinz   1799   SG 1951 Sonneberg   3 2 4 4.0 38.0 13.75
26. Kümmerling, Wolfg   1420   TSV 1886 Geschwenda   3 2 4 4.0 32.5 9.25
27. Rose, Andreas   1218   TSV Plaue   3 2 4 4.0 30.5 8.75
28. Günther, Oliver   1914   SV Empor Erfurt   1 5 3 3.5 36.5 13.00
29. Brandt, Wolfgang   1747   SV Gehren 1911   2 3 4 3.5 35.5 10.25
30. Kellner, René   1591   PSV Potsdam   3 1 5 3.5 29.0 7.00
31. Krüger, Karsten   1139   SV Stützerbach   2 2 5 3.0 30.5 5.75
32. Winger, Frank   830   Ilmenauer SV   2 0 7 2.0 32.0 2.00
33. Zeßin, Jordan       TSV Plaue   2 0 7 2.0 31.5 3.50